Beiträge Westfälischer Kirchengeschichte
BWFKG-Band 33 - Thimme: August Rauschenbusch (1816-1899)
Hans-Martin Thimme August Rauschenbusch (1816-1899) Lutherischer Pfarrer in Westfalen und baptistischer Dozent in Amerika Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 33 320 Seiten | 15,5 x 23 cm Paperback | 2 farb. Abbildungen, mit 2 Karten ISBN 978-3-7858-0846-7 Leseprobe Dieses Buch ist nur noch als eBook erhältlich und wird auch nicht wieder aufgelegt. Es war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kaum vorstellbar als wohlbestallter Pfarrer der westfälischen Provinzialkirche Preußens sein Amt aufzugeben und nach Amerika zu gehen. August Rauschenbusch tat genau dies, weil ihm die geistliche Not der deutschen Auswanderer zu Herzen ging und er sein Bekenntnis zur wahren Kirche Jesu Christi in die Wirklichkeit umsetzen wollte. Tatsächlich wurde er zunächst in der Amerikanischen Traktatgesellschaft und als Herausgeber der größten deutschsprachigen Zeitschrift ein wichtiger Vermittler deutschen Kulturgutes für deutsche Einwanderer. Das Streben nach einem verbindlichen christlichen Leben führte ihn in St. Louis zur Taufe, die er nicht als baptistische Taufe verstanden wissen wollte. Dennoch wurde er zu einem bestimmenden Mitglied der entstehenden Denomination der Deutschen Baptisten und 30 Jahre lang ihr erster Lehrer am theologischen Seminar in Rochester. Im Jahre 1890 kehrte er nach Deutschland zurück und starb 1899 in Hamburg.
BWFKG-Band 37 - Rottschäfer (Hg.): Wir denken an Euch - eBook
Ulrich Rottschäfer (Hg.) "Wir denken an Euch" Feldpostbriefe eines ravensbergischen "Heimatpastors" im Ersten Weltkrieg Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 37 296 Seiten 18 Abbildungen ISBN 978-3-7858-0847-4 Inhaltsverzeichnis und EinführungJohannes Meyersieck war erster Inhaber der 1914 neugebildeten 2. Pfarrstelle des alten ravensbergischen Kirchspiels Hiddenhausen, das fünf Dörfer umfaßte. Obwohl erst seit kurzem in den Dörfern Oetinghausen und Lippinghausen tätig, verfasste er seit Beginn des Ersten Weltkriegs 48 monatliche Feldpostbriefe an bis zu 380 Adressen junger Männer seines Seelsorgebezirks. Die Briefe veranschaulichen, wie sehr sein intensives seelsorgerliches Wirken jedem einzelnen Gemeindeglied galt. Dieses aus der Erweckungsfrömmigkeit abzuleitende Amtsverständnis verband sich mit einem glühenden Patriotismus und einer großen Begeisterung für die Welt des Militärischen. Als junger Pfarrer möchte Meyersieck „den guten Geist stärken und damit zur Schlagfertigkeit des Heeres beitragen“. Ein „Dorfkriegsmuseum“ entsteht, für das er um Erinnerungsstücke bittet. Jeder Brief ist ihm zugleich Kanzel wie auch Litfasssäule: Mit einer Fülle an Bibelzitaten und Liedversen sowie erbaulichen Ermahnungen bis hin zu Erziehungsfragen stärkt er die Soldaten. Zugleich versteht er sich als Mitkämpfer in der Heimat, verfolgt er detailliert den Kriegsverlauf, kommentiert die weltpolitischen Ereignisse und ermutigt seine Gemeindeglieder zur vermeintlichen „Pflicht“. Kein Brief endet ohne Mitteilung über das Ergehen aller Verwundeten, Gefangenen, Vermißten und Erkrankten. Die Verbundenheit mit der Heimat, einem Schlüsselbegriff dieser einzigartigen Briefsammlung, wird von Pfarrer Meyersieck immer wieder betont. Insgesamt ein aufschlussreiches Dokument der „Kriegspredigt“, das unverstellte und neue Einblicke in die Zeit des 1. Weltkrieges und die theologische und seelsorgliche Denkweise eines zeitgenössischen Pfarrhauses gewährt. Ulrich Rottschäfer geb. 1955, Studium der Evangelischen Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Kirchlichen Hochschule Bethel, 1981/1982 Mitarbeit im Institut für Westfälische Kirchengeschichte an der Universität Münster, seither zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen der Westfälische Kirchengeschichte (Erweckungsbewegung, Diakonie, Lokalgeschichte, Vereinsgeschichte, Biografien u.a.), seit 1986 Gemeindepfarrer im ostwestfälischen Hiddenhausen Der Band ist im Verlag nicht mehr lieferbar.Das Buch kann aber bezogen werden über:Evangelische Kirche von WestfalenDas LandeskirchenamtLandeskirchliches Archiv Bethelplatz 2, 33617 BielefeldPhone: +49 521 594-164E-Mail: archiv@ekvw.deDas Buch ist nur noch als eBook erhältlich und wird auch nicht wieder aufgelegt.
BWFKG-Band 38 - Schwalbach: "Der Kirche den Blick weiten!" - eBook
Gerald Schwalbach "Der Kirche den Blick weiten!" Karl Pawlowski( 1898–1964) - Diakonischer Unternehmer an den Grenzen von Kirche und Innerer Mission Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 38 552 Seitenzahlreiche AbbildungenISBN 978-3-7858-0849-8 Inhaltsverzeichnis und Vorwort Das Buch ist nur noch als eBook erhältlich und wird nicht wieder aufgelegt. Karl Pawlowski (1898–1964) gehört zu den erstaunlichsten Persönlichkeiten der Diakoniegeschichte. Charismatiker, Praktiker, diakonischer Bergmann, der „die Kohle sucht und findet“, Prototyp eines diakonischen Unternehmers im Sozialstaat, so beschreibt Gerald Schwalbach in der vorliegenden Berufs- biographie den Gründer des Evangelischen Johanneswerkes in Bielefeld.Karl Pawlowski gelang es in der Weltwirtschaftskrise der Weimarer Republik, bankrotte diakonische Unternehmen zu sanieren und zukunftsfähig zu machen. Er entwarf bereits 1939 ein Vorläufer-Modell moderner Altenbildung. 1948 initiierte er die erste Förderschule für Aussiedlerkinder. Er gründete die erste psychosomatische Fachklinik West-Deutschlands. Als Pawlowski 1964 starb, war „sein“ Johanneswerk in Bielefeld zum zweitgrößten diakonischen Unternehmen in Deutschland gewachsen. Die Geschichte der westfälischen Diakonie in wichtigen Epochen wird hier von einer wenig bekannten Seite lebendig beleuchtet. Für die aktuelle Diskussion um diakonisches Unternehmertum bietet das Buch Grundlagenforschung. Der Band ist darum im Verlag nicht mehr lieferbar.Das Buch kann aber bezogen werden über:Evangelische Kirche von WestfalenDas LandeskirchenamtLandeskirchliches Archiv Bethelplatz 2, 33617 BielefeldPhone: +49 521 594-164E-Mail: archiv@ekvw.de
BWFKG-Band 39 - Hermle/Kampmann (Hg.): Die evangelikale Bewegung - eBook
Siegfried Hermle/Jürgen Kampmann (Hg.) Die evangelikale Bewegung in Württemberg und Westfalen Anfänge und Wirkungen Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 39 408 SeitenISBN 978-3-7858-0850-4 Inhaltsverzeichnis zum gedruckten Buch gelangen Sie hier Besonders in Württemberg und in Westfalen ist die „evangelikale Bewegung“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch zahlreiche Gemeindeglieder getragen und gefördert worden. Sie hat aber auch deutschlandweit theologische wie kirchenpolitische Wirksamkeit entfaltet, und die Kontroversen darüber wurden besonders in den 1960er und 1970er Jahren im deutschen Protestantismus öffentlich mit Schärfe und Vehemenz geführt. Anliegen und Aktivitäten, aber auch interne Differenzen und Spannungen, die die Bewegung geprägt haben, wurden im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung im September 2011 in Tübingen untersucht. Die aufschlussreichen Ergebnisse werden hier veröffentlicht – auch als Anregung zu weiterer Forschung in diesem Bereich kirchlicher Zeitgeschichte.
BWFKG-Band 40 - Müller: „Kirchenkampf“ im „erweckten“ Kontext
Andreas Müller „Kirchenkampf“ im „erweckten“ Kontext Der Kirchenkreis Minden in der Zeit des Nationalsozialismus Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 40 744 Seiten ISBN 978-3-7858-0851-1 Inhaltsverzeichnis zum druckten Buch gelangen Sie hierDer Kieler Kirchenhistoriker Andreas Müller stellt mit dem Kirchenkreis Minden im Nationalsozialismus beispielhaft eine Region vor, die durch nationalkonservatives Denken, die Erweckungsbewegung und lutherischen Konfessionalismus geprägt war. Die teils negative, teils aber auch auffällig positive Haltung evangelischer Gemeinden und christlicher Kreise gegenüber dem Nationalsozialismus lässt sich am Beispiel Minden hervorragend veranschaulichen. Die Bejahung des Nationalsozialismus und die gleichzeitige konsequente Ablehnung der Gleichschaltung der Kirchen konnten hier durchaus zusammenfallen. Oft wurde von kirchlichen Vertretern der Nationalsozialismus auch wegen seiner gesellschaftlichen Modernisierungstendenzen abgelehnt.In dem vorliegenden Band wird nicht nur vielfältiges kirchliches, staatliches und kommunales Archivmaterial ausgewertet. Andreas Müller analysiert vielmehr auch Quellen aus privaten Beständen sowie zeitgenössische Kunst und Literatur. Thematisiert werden neben den beherrschenden Auseinandersetzungen zwischen „Deutschen Christen“ und der „Bekennenden Kirche“ u.a. das Verhalten der Christen im Blick auf die Gefangenen in Konzentrations- und Arbeitslagern, die Rolle von Frauen im sogenannten „Kirchenkampf“ und die Haltung der Christen zum Antisemitismus. Das Buch stellt sowohl ein zukünftiges regionalgeschichtliches Standardwerk als auch einen wichtigen Baustein für eine auf Regionalstudien basierende Gesamtgeschichte der Kirchen im Nationalsozialismus dar. Prof. Dr. Andreas Müllerunterrichtet Kirchengeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er ist Mitglied der Kommission der Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte der EKD und stellvertretender Vorsitzender der Sektion Kirchengeschichte der Wissenschaftlichen
BWFKG-Band 41 - Stückemann (Hg.): "Johann Moritz Schwager: Homiletische Volksaufklärung für den Landmann" -eBook
Frank Stückemann (Hrsg.) "Johann Moritz Schwager: Homiletische Volksaufklärung für den Landmann" Einzelpredigten und Predigtskizzen Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 41 424 SeitenISBN 978-3-7858-0852-8 Inhaltsverzeichnis zum gedruckten Buch gelangen Sie hierJohann Moritz Schwager (1738–1804), Landpfarrer in Jöllenbeck in der Grafschaft Ravensberg und „Volksaufklärer par excellence“ (Reinhart Siegert), hatte mit dem Predigtbuch zur Beförderung bürgerlicher Glückseligkeit (Berlin, Stettin 1794, 21806) ein Muster politischer Homiletik im Spannungsfeld von Französischer Revolution und Wöllnerschem Religionsregime vorgelegt. Seine hier gesammelten Einzelpredigten und Predigtskizzen aus drei Jahrzehnten erschließen Neuland, wie Volksmedizin, Preußisches Landrecht oder philanthropinische Reformpädagogik. Neben gedruckter Predigtliteratur stehen handschriftliche Predigtskizzen für den Landmann im allsonntäglichen Gottesdienst, der program- matische Aufsatz Wie kann der gemeine Mann von der Wahrheit der christlichen Religion überzeugt werden? sowie Schwagers pfarramtliche Würdigung in der Gedächtniß Predigt seines Schwiegersohns Hermann Henrich Rot[h]ert (1761–1819), deren einziges Exemplar sich in Privatbesitz befindet. „Als Prediger hatte er eine äusserst faßliche, kernichte, ganz auf unkultivirte Landleute berechnete Predigtmanier, die aus mehrern Predigt-Magazinen und aus seinem ‚Predigtbuch‘ bekannt ist. Es möchte wohl [...] nicht wenig interessant seyn, eine kleine Sammlung von seinen Predigtentwürfen zu haben: man würde darin manche treffliche Materialien und viele lehrreiche Originalitä- ten finden.“ – Ludwig Natorp (1774–1846). Frank Stückemannseit 1991 Pfarrer in Soest-Meiningsen, promovierte 2009 über Schwager, gab 2013 mit W. Gödden und P. Heßelmann Sämtliche Romane und eine Reisebeschreibung Schwagers sowie den Schwager-Ausstellungsband „Er war ein Licht in Westfalen“, dann dessen Brautbriefe heraus (Veröffentlichungen der Literaturkommission Bd. 36, Bd. 54/1 u. 2, Bd. 55 u. Bd. 56).
BWFKG-Band 42 - Krey/Schmuhl: Von der inneren Mission in die Sozialindustrie -eBook
Ursula Krey / Hans-Walter Schmuhl (Hg.) Von der inneren Mission in die Sozialindustrie Gesellschaftliche Erfahrungsräume und diakonische Erwartungshorizonte im 19. und 20. Jahrhundert Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 42 320 Seiten ISBN 978-3-7858-0855-9 Inhaltsverzeichniszum gedruckten Buch gelangen Sie hierVom 8. bis 12. März 2012 fand im Landeskirchlichen Archiv Bielefeld eine Konferenz der Kommission für kirchliche Zeitgeschichte der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Instituts für Sozial- und Diakoniegeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel statt. Daraus ist ein Sammelband mit einer Reihe weiterführender Beiträge entstanden, die sich mit dem gewandelten Verhältnis der gesellschaftlichen Erfahrungsräume zu den diakonischen Erwartungshorizonten im 19. und 20. Jahrhundert beschäftigen.Das strukturelle Beziehungsdreieck aus Vorstellungen der Ordnung, der Arbeit und des wirtschaftlichen Handelns bildet das Gerüst des Bandes. Dabei dient die Ordnung auf der Ebene der Rahmenbedingungen als Klammer. Hier wird das Verhältnis der Diakonie zur verfassten Kirche und zum Staat thematisiert. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die Arbeit beleuchtet, mit besonderem Augenmerk auf die Adressaten und das Personal. Der Umgang mit Geld ist wohl die brisanteste und bisher am wenigsten ausgeleuchtete Thematik in der Diakonie. Aus diesem Spannungsbogen ergibt sich eine spannende Bestandsaufnahme der Diakonie zwischen den vielfältigen Traditionslinien tätiger Nächstenliebe und den ökonomischen Zwängen des Marktes sozialer Dienstleistungen. Im Hintergrund steht die Frage nach den Zukunftsperspektiven der Diakonie angesichts des gegenwärtigen Umbruchs sozialer Staatlichkeit.
BWFKG-Band 43 - Philipps: Diaspora im Münsterland - eBook
Albrecht Philipps Diaspora im Münsterland Vorgeschichte, Gründung und Entwicklung evangelischer Kirchengemeinden in Westfalen im 19. und 20. Jahrhundert am Beispiel Ochtrups Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 43 416 Seitenmit zahlreichen Abbildungen und Originaltexten ISBN 978-3-7858-0856-6 Inhaltsverzeichnis zum gedruckten Buch gelangen Sie hier200 Jahre ist es her, dass die Gebiete des ehemaligen Fürstbistums Münster (Oberstift) vollständig in der neuen preußischen Provinz Westfalen aufgingen. Das Münsterland, tief verankert im Katholizismus und seit jeher eng an Rom gebunden, fand sich wieder in einem protestantischen Staat. Nach und nach wurden kleine evangelische Kirchengemeinden gegründet. Sie waren oft in extremen Diaspora-Situationen, zerstreut in den ländlichen Weiten und dominiert vom „nordischen Rom“, wie Münster auch genannt wurde. Armut und bescheidene kirchliche Verhältnisse prägten diese Gemeinden von Anfang an. In diesem Band werden die evangelischen Gemeindegründungen im Münsterland nachgezeichnet. Die Spurensuche gewinnt anhand zahlreicher konkreter Beispiele an Deutlichkeit. Die Kirchengemeinde Ochtrup im westlichen Münsterland dient dabei als Beispiel evangelischer Diaspora-Gemeindegründungen. Aufschlussreich sind vor allem die Konfessionskonflikte und die mühevollen Anfänge gemeindlichen Lebens. Die ersten Evangelischen waren niedere preußische Beamte und holländische Textilarbeiter. Sie wurden von der neuen preußischen Regierung, den evangelischen Landräten und dem Gustav-Adolf-Verein massiv unterstützt. Dabei zeigt sich, dass die Auflösung der monokonfessionellen Einheit Kennzeichen moderner Staatenbildung war, mit der der Prozess kultureller Vielfalt und religiöser Pluralisierung begann.
BWFKG-Band 44 - Benad u.a. (Hg.): Bethels Mission - eBook
Matthias Benad | Hans-Walter Schmuhl | Kerstin Stockhecke (Hg.) Bethels Mission (4) Beiträge von der Zeit des Nationalsozialismus bis zur Psychiatriereform Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 44 272 Seiten ISBN 978-3-7858-0857-3 zum gedruckten Buch gelangen Sie hierDer vierte Sammelband mit Beiträgen zur Geschichte Bethels behandelt die Zeit des Nationalsozialismus (Stichworte: Eugenik und Euthanasie), es wird aber auch der Bogen zur Reformära der 1970er Jahre geschlagen, zur Psychiatriereform dieser Zeit. Der aktuelle Forschungsstand zu Friedrich v. Bodelschwingh d.J. und den nationalsozialistischen Krankenmorden wird in einer prägnanten Überblicksdarstellung zusammengefasst. Außerdem werden die neuesten Ergebnisse zum Betheler Kinderkrankenhaus in der NS-Zeit und zur Betheler Filmarbeit und der Umsetzung eugenischer Strömungen – illustriert mit eindrücklichem Bildmaterial – vorgestellt. Darüber hinaus wird der Blick auf die ethischen Herausforderungen der Gegenwart gelenkt, auf die Debatten um Reproduktionsmedizin und Sterbehilfe.
BWFKG-Band 45 - Treutler: Christliches Missionsverständnis und nationalsozialistische Weltanschauung - eBook
Helen-Kathrin Treutler Christliches Missionsverständnis und nationalsozialistische Weltanschauung Die Bethel-Mission zwischen 1933 und 1945 Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Bd. 45 320 Seitenzahlreiche Karten ISBN 978-3-7858-0858-0 zum gedruckten Buch gelangen Sie hier Die Geschichte der deutschen Missionsgesellschaften während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft ist monographisch bisher kaum behandelt. Die vorliegende Arbeit untersucht nun das Verhalten der Bethel-Mission in der Spannung von christlichem Missionsverständnis und nationalsozialistischer Weltanschauung. Hierbei geht es um das Verhalten der Missionsleitung in Deutschland, schwerpunktmäßig aber um das Missionsfeld Tanganyika in Ostafrika.Es werden u.a. betrachtet: die Situation der Bethel-Mission innerhalb des deutschen Umfeldes in Tanganyika (NSDAP, Deutscher Bund), die Mitgliedschaft der Missionare in der NSDAP sowie die Hitlerjugend an der Missionsschule. Dabei ist die Frage entscheidend, inwiefern das nationalsozialistische Gedankengut das Missionsverständnis und den praktischen Umgang mit der afrikanischen Bevölkerung beeinflusst hat und wie die einheimischen Christen mit ihrem zunehmenden Streben nach Unabhängigkeit darauf reagierten. Darüber hinaus widmet sich die Untersuchung drei weiteren Punkten. Zum einen: die Kolonialpläne des Deutschen Reiches und ihre möglichen Auswirkungen auf die Bethel-Mission. Zum anderen: die Konflikt der Bethel-Mission mit den Plänen Albert Schweitzers zur Ausweitung seiner medizinischen Arbeit in Afrika. Darüber hinaus: die Weltmissionskonferenz 1938 in Tambaram, Indien, und die besondere deutsche Position innerhalb der Ökumene.
BWFKG-Band 46 - Kampmann/Peters (Hg.): 200 Jahre lutherisch-reformierte Unionen - eBook
Jürgen Kampmann, Christian Peters (Hg.) 200 Jahre lutherisch-reformierte Unionen Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 46 512 SeitenISBN 978-3-7858-0859-7 zum gedruckten Buch gelangen Sie hier Seit 200 Jahren bestehen in Deutschland lutherisch-reformierte Unionen. Auf die im Jahr 1817 in Preußen und anderen Ländern gesetzten ersten Impulse und deren nachhaltige Wirkungen bis zur Gegenwart wurde daher im September 2017 mit einer Festfeier und der Präsentation neuer wissenschaftlicher Forschung aufmerksam gemacht.Anlass zur dieser Feier gab die erste lutherisch-reformierte Gesamtsynode der Grafschaft Mark 1817 in Hagen. Ein „Tag der Rheinischen und Westfälischen Kirchengeschichte“ war Aspekten der Unionsgeschichte im 19. Jahrhundert gewidmet, eine anschließende Tagung der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst der Entwicklung der Union(en) im 20. Jahrhundert.Der vorliegende Band bietet einen breit gefächerten Einblick in den Werdegang, das Wirken und die Bedeutung der Unionen im regionalen, nationalen und ökumenischen Horizont auf neuestem Forschungsstand.
BWFKG-Band 47 - Rottschäfer: Gemeindegesang in Minden-Ravensberg im 17. und 19. Jahrhundert -eBook
Ulrich Rottschäfer Gemeindegesang in Minden-Ravensberg im 17. und 19. Jahrhundert Frühe Mindener Gesangbücher und Volkenings Geistliches VolksliedBeiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte 47 200 SeitenISBN 978-3-7858-0860-3 zum gedruckten Buch gelangen Sie hier Seit der Reformation im 16. Jahrhundert gaben zwei folgenreiche Impulse dem Gemeindegesang in der Grafschaft Ravensberg und im Fürstentum Minden neue Kräfte und Ausdrucksformen. Beide weit über Minden und Ravensberg hinauswirkende Vorgänge werden im vorliegenden Band eingehend untersucht, längst verschollen geglaubte historische Buch-Exponate präsentiert und dabei eine Vielzahl neuer, sowohl für die Gesangbuchforschung wie für die Erforschung der Minden-Ravensberger Erweckungsbewegung überraschender Erkenntnisse gewonnen. Der Autor weist im 1. Teil nach, dass in Minden bereits 1672 ein Gesangbuch gedruckt wurde, und stellt erstmals dessen ereignisreiche Entstehungsgeschichte, die tatfreudigen „Pioniere“ (Drucker, Buchbinder, Händler, Verleger) wie auch die Inhalte vor. Er zeigt, dass man in Minden innerhalb von nur drei Jahrzehnten (1669 – 1703) mit vier sehr verschiedenen, je ganz neu konzipierten Gesangbuchausgaben quasi „experimentierte“ und Erfahrungen sammelte, ehe schließlich die „Mindischen Gesangbücher“ des 18. Jahrhunderts der evangelisch-preußischen Identität in Stadt- und Landgemeinden Ausdruck gaben.Ebenso spannend wie facettenreich – und für das bisherige Wissen um Biografie und Lebenswerk des großen Ravensberger Erweckungspredigers völlig neu – deckt der Autor im 2. Teil Johann Heinrich Volkenings leidenschaftlichen Einsatz zur Belebung und Verbreitung des „Geistlichen Lieds“ auf. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dessen musikalischer Prägung im Elternhaus, seinen zahlreichen Publikationen, den Impulsen aus dem internationalen Wirken seiner Brüder, dem Erfolgslauf der millionenfach verbreiteten „Kleinen Missionsharfe“, die, auch das erstmals nachgewiesen, noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein in den USA und in Südafrika publiziert wurde.
BWFKG-Band 48 - Stückemann: Das NRW-Sozialwerk Stukenbrock 1948 –1970 - eBook
Frank Stückemann Das NRW-Sozialwerk Stukenbrock 1948 –1970 Kirchliche und freie Wohlfahrtspflege an Kriegs- und DDR-Flüchtlingen, Ostvertriebenen und SpätaussiedlernBeiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 48 312 Seiten ISBN 978-3-7858-0966-2 zum gedruckten Buch gelangen Sie hier Die Evangelische Kirche von Westfalen setzte eigene Impulse für das Konzept der NRW-Landesgedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne.So erteilte sie 2018 einen Forschungsauftrag über die kaum aufgearbeitete Nachnutzung der Anlage als Unterkunft bzw. Durchgangslager für Kriegs- und DDR-Flüchtlinge, Ostvertriebene und Spätaussiedler in der Nachkriegszeit.Vor allem ältere und schwächere Menschen, alleinerziehende Mütter und unbegleitete Jugendliche wurden unter der Regie des NRW-Sozialministeriums vom Evangelischen Hilfswerk (ab 1951: Johanneswerk), dem katholischen Caritas-Verband des Erzbistums Paderborn, der Arbeiterwohlfahrt sowie in den ersten Jahren vom Deutschen Roten Kreuz und vom Westfälischen Blindenverein betreut. Die in der gesamten BRD einzigartige Zusammenarbeit stärkte langfristig das ökumenische Miteinander, wobei die nach protestantischer Pädagogik (J. A. Comenius) konzipierte katholische Sprachförderschule sogar noch vier Jahre nach Schließung des Sozialwerks weiterbetrieben wurde.Neu erschlossenes Archiv- und Zeitschriftenmaterial einschließlich der Belegzahlen geben vor allem für die ersten Jahre Aufschluss über diese extrem mühevolle, letztlich aber erfolgreiche Integrationsleistung.Frank Stückemannlangjähriger Gemeindepfarrer, promovierte 2009 und bearbeitete ab 2018 o.g. Forschungsauftrag, dessen Ergebnisse in vorliegende Monographie eingingen. Bislang publizierte er vor allem zu Aufklärung und Vormärz in Westfalen. Die Predigten des aufgeklärten Landpfarrers Johann Moritz Schwager (1738 –1804) gab er als Band 41 dieser Reihe heraus, dessen Werke und Briefe edierte er im Auftrag der LWL-Literaturkommission.
BWFKG-Band 49 -von Bülow: „Modell“ Volkskirche? - eBook
Vicco von Bülow (Hrsg.) „Modell“ Volkskirche? Ein Jahrhundert im Wandel. Strukturen, Praxis, Perspektiven Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte Band 49 320 Seiten ISBN 978-3-7858-0878-8 Zum gedruckten Buch gelangen Sie hier Der Begriff „Volkskirche“ hat sich seit dem 19. Jahrhundert zu einem Schlagwort für unzählige Kontroversen in der evangelischen Kirche entwickelt. Im 20. Jahrhundert wurde den großen Kirchen in Deutschland der Status von „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ zuerkannt, eine vertragliche Basis dafür, dass die Kirchen Einfluss auf fast alle gesellschaftlichen Bereiche genommen haben. Aber in Zeiten abnehmender Kirchenmitgliedschaft gerät das spezifisch deutsche Arrangement zwischen Staat und Kirche zunehmend unter Rechtfertigungsdruck, so dass die Zukunft des Volkskirchenkonzepts offen ist.Eine Tagung der Kommission für kirchliche Zeitgeschichte der Evangelischen Kirche von Westfalen hat die Ursprungsideen dieses Konzepts, die gesellschaftliche Rolle der Volkskirche als kirchlich verfasste Deutungs- und Handlungsinstanz sowie die Legitimation eines plausiblen Modells von Kirche im Volk als „Wohlfahrtsträger und Wertelieferantin“ untersucht.In der vorliegenden Tagungsdokumentation geht es nicht nur um das (deskriptiv verstandene) Modellhafte des Volkskirchenbegriffs, sondern vor allem um die Frage, ob nach der Geschichte der Volkskirche im 20. Jahrhundert das Konzept der Volkskirche noch eine Zukunft haben könne – und falls ja, dann wie?
BWFKG-Band 50 - Peters (Hrsg.): "Eine kurze Unterweisung von dem heilsamen Wort Gottes und seiner Kraft" (1528) - eBook
Christian Peters (Hrsg.) „Eine kurze Unterweisung von dem heilsamen Wort Gottes und seiner Kraft“ (1528) Das Predigtsummar des Herforder Predigers Johann Dreyer (ca. 1490 –1544) Einleitung, Text und neuhochdeutsche Übertragung herausgegeben und bearbeitet von Christian Peters Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 50 296 SeitenISBN: 978-3-7858-0910-5 zum gedruckten Buch gelangen Sie hier Der vorliegende Band bietet eine weithin neue Deutung der Reformation in Herford. Er analysiert, ediert und übersetzt eine bislang wenig beachtete niederdeutsche Schrift des dortigen Predigers Johann Dreyer (ca. 1490 – 1544) und zeigt, wie sich die dramatischen Spannungen innerhalb der frühen Wittenberger Reformation auch in Westfalen bemerkbar gemacht haben. Damit wird einmal mehr deutlich, dass die Geschichte der Reformation in Westfalen sehr viel komplexer verlief, als dies auch noch in den jüngeren Darstellungen erkennbar geworden ist. Eine eigene Darstellung durch den Autor ist in Vorbereitung.
BWFKG-Band 51 - Kampmann: Dr. theol. habil. Heinz Hunger (1907-1995) - eBook
Jürgen KampmannDr. theol. habil. Heinz Hunger (1907 – 1995) Einblicke in Wege und Abwege eines deutschchristlichen Religionspsychologen, Berufsschulpädagogen und Sexualforschers im thüringischen, westfälischen und hessen-nassauischen Pfarrdienst Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 51264 SeitenISBN 978-3-7858-0926-6 Leseprobezum gedruckten Buch gelangen Sie hier Während der Zeit seines Wirkens in Münster ist er weit über Westfalen hinaus durch zahlreiche Publikationen, Seminare und Medienauftritte als Experte für Religionspädagogik an Berufsschulen und in Fragen der Jugendsexualität bekannt geworden: der aus Thüringen stammende Pfarrer Dr. theol. habil. Heinz Hunger.Sein nationalkirchlich-deutschchristliches Wirken als zeitweiliger Geschäftsführer des „Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ in Eisenach verstand er nach 1945 indes mit hohem Geschick weithin auszublenden. Bei Hunger stößt man nach intensiver Quellenrecherche auf ein kaum vermutetes Maß an Einpassung wie zugleich Dreistigkeit, eigene Interessen zu verfolgen – und immer wieder auf die Schwierigkeit, von Seiten der Kirchenleitung und -verwaltung darauf angemessen zu reagieren. Die erstellte biographische Skizze lässt so eine Vorstellung davon gewinnen, wie viel an historischer Aufarbeitung zur NS-Zeit und zu den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik Deutschland im kirchlichen wie gesamtgesellschaftlichen Kontext immer noch aussteht.Prof. Dr. Jürgen Kampmann ist seit 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenordnung und Neuere Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er war zuvor westfälischer Gemeindepfarrer und Leiter des Instituts für Westfälische Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Münster.