Wissenschaft
Stolina: Nicht sehen und glauben
Ralf Stolina Nicht sehen und glauben Betrachtungen zur Anfechtung des Glaubens und der Barmherzigkeit Gottes 242 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0786-6 Glaube im Spannungsfeld – zwischen Zweifel und Vertrauen. Glaube ist nicht nur Gewissheit, sondern auch Ringen, Fragen und Anfechtung. Dieses tiefgründige Werk nimmt genau diese Erfahrung ernst und zeigt: Gerade im Zweifel kann Gottes Nähe erfahrbar werden. In der Auseinandersetzung mit zentralen Gedanken der reformatorischen Theologie wird deutlich, dass echter Glaube nicht nur verstanden, sondern erlebt werden will. Anfechtung wird dabei nicht als Schwäche gedeutet, sondern als Teil eines lebendigen, ehrlichen Glaubenswegs. Ein Buch, das Trost spendet, zum Nachdenken anregt und neue Perspektiven eröffnet – besonders für alle, die ihren Glauben auch in schwierigen Zeiten vertiefen möchten.
Stolina: Nicht sehen und glauben
Ralf Stolina Nicht sehen und glauben Betrachtungen zur Anfechtung des Glaubens und der Barmherzigkeit Gottes 242 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Hardcover mit Leinenüberzug ISBN 978-3-7858-0786-6 Glaube im Spannungsfeld – zwischen Zweifel und Vertrauen. Glaube ist nicht nur Gewissheit, sondern auch Ringen, Fragen und Anfechtung. Dieses tiefgründige Werk nimmt genau diese Erfahrung ernst und zeigt: Gerade im Zweifel kann Gottes Nähe erfahrbar werden. In der Auseinandersetzung mit zentralen Gedanken der reformatorischen Theologie wird deutlich, dass echter Glaube nicht nur verstanden, sondern erlebt werden will. Anfechtung wird dabei nicht als Schwäche gedeutet, sondern als Teil eines lebendigen, ehrlichen Glaubenswegs. Ein Buch, das Trost spendet, zum Nachdenken anregt und neue Perspektiven eröffnet – besonders für alle, die ihren Glauben auch in schwierigen Zeiten vertiefen möchten.
Rosenstock: Für mich gestorben!?
Jörg Rosenstock Für mich gestorben!? Was hat Jesu Tod mit mir zu tun? 104 Seiten | 12,5 x 20,5 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0574-9 LeseprobeWarum musste Jesus sterben – und was hat das eigentlich mit mir zu tun? „Für mich gestorben!?“ geht genau dieser Frage nach – ehrlich, verständlich und ohne komplizierte Theoriesprache. Jörg Rosenstock greift die Zweifel und Fragen auf, die viele heute bewegen: Ist der Kreuzestod wirklich noch relevant? Geht es um Schuld, um Solidarität – oder um etwas ganz anderes? Statt fertiger Antworten liefert dieses Buch sieben spannende Zugänge, die zum Mitdenken einladen und neue Perspektiven eröffnen. Nah am Alltag, klar formuliert und direkt aus der Praxis – ob im Unterricht, in der Gemeinde oder im persönlichen Gespräch: Dieses Buch spricht die Sprache von heute. Es zeigt, warum die Botschaft vom Kreuz mehr ist als ein alter Glaubenssatz – nämlich eine Einladung, das eigene Leben neu zu verstehen. Ein Buch für alle, die nicht einfach glauben wollen, sondern verstehen möchten.
Ellsel: Lieder der Reformation
Reinhard EllselLieder der Reformation aktuell ausgelegt 128 SeitenPaperback ISBN 978-3-7858-0624-1 Inhaltsverzeichnis mit LiednummernMartin Luther und weitere Reformatoren stehen weiterhin im Zentrum des Gemeindeinteresses. Reinhard Ellsel präsentiert 14 Liedpredigten zu den wichtigsten Liederdichtern der Reformation im Gesangbuch. Nach seinen viel beachteten Predigtbänden über Paul Gerhardt und Jochen Klepper liegt damit der dritte Band mit praxiserprobten Lied-Auslegungen vor. Fundiert theologisch, kenntnisreich und nah am Lied- und Bibeltext verbindet Ellsel Melodieführung, biblische Bezüge und biografische Details der Dichter. Zusätzliche Notizen aus dem oft spannenden Leben von Luther, EKG (E. Cruciger), M. Weisse, P. Speratus und anderen vervollständigen die gewohnt erbauliche Lektüre.
Zimmer - »ob Gottes wort schon nicht da ist«
Jörg Zimmer »ob Gottes wort schon nicht da ist« Funktion und Bedeutung von Sprichwörtern bei Martin Luther320 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0941-9zum eBook gelangeSie hier Entdecke ein verborgenes Kapitel der Sprachgeschichte – neu erzählt. Mitten im 19. Jahrhundert taucht in einem unscheinbaren Antiquariat in Breslau eine Sensation auf: eine bislang unbekannte Handschrift von Martin Luther. Zunächst unbeachtet, wandert sie nach England und verschwindet dort erneut für Jahre in den stillen Regalen einer traditionsreichen Bibliothek. Doch ihr Inhalt ist alles andere als still. In einem kleinen Oktavheft sammelt Luther ab etwa 1530 ganze 489 deutsche Sprichwörter und Redensarten – ein faszinierender Blick in die lebendige Alltagssprache seiner Zeit. Warum er diese Sammlung anlegt? Die Antworten darauf waren lange Spekulation. Jetzt bringt Jörg Zimmers fundierte Untersuchung frischen Wind in die Forschung: Luther hat seiner Sammlung offenbar doch eine programmatische Überschrift gegeben – „Art gehet uber künst“. Ein Satz, der mehr ist als ein Titel: ein Statement. Er offenbart Luthers tiefes Interesse am unverfälschten, göttlich inspirierten Sprachschatz des Volkes. Ein spannendes Stück Kulturgeschichte wird neu beleuchtet – präzise, überraschend und hochaktuell.
EKvW: Selbst.ständig. 78/75/70 Jahre Evangelische Kirche von Westfalen
Selbst.ständig. 78/75/70 Jahre Evangelische Kirche von Westfalen Schriften des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen 26 Hrsg. von Ingrun Osterfinke; Johanna Niederbiermann, Wolfgang Günther 72 Seiten | 21,0 x 21,0 cm ISBN 978-3-7858-0889-4 Paperback Leseprobe „Selbst.ständig.“ Vor 78 Jahren, im Jahr 1945, wurde die Evangelische Kirche von Westfalen selbstständige Landeskirche. 1948, vor 75 Jahren, trat ihre verfassunggebende Synode als erste Landessynode zusammen. Mit ihrer 1953, vor nunmehr 70 Jahren, verabschiedeten Kirchenordnung konnte sie an ihre mehr als 400-jährige presbyteriale-synodale – ständige – Tradition anknüpfen. Historische Wurzeln prägen auch das kirchliche Handeln der Landeskirche, die bis in die Gemeinden hineinwirkt und sich heute in einem massiven Umbruch befindet. Archivische Dokumente und Eindrücke von Zeitzeugen veranschaulichen, wie sich das kirchliche Leben in den vergangenen 78 Jahren infolge gesellschaftlicher Veränderungen wandelte. Gleichzeitig wird deutlich: Tragende Säule der Kirche sind die in ihr tätigen Menschen.
Kurschus / Beese (Hrsg.): Der Pfarrdienst in der Dienstgemeinschaft der Kirche
Annette Kurschus, Dieter Beese (Hrsg.) Der Pfarrdienst in der Dienstgemeinschaft der Kirche Wissenschaft und Kirche im Dialog 270 Seiten | 15,5 x 21,5 cmgebunden ISBN 978-3-7858-0746-0 Zwei Jahre lang trafen sich Wissenschaftler und kirchenleitende Personen. Ihr Thema: Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft der Kirche. Vorträge wurden gehalten, diskutiert und reflektiert. In Workshops verdichteten sich Theorie und Praxis, Grund legendes und Konkretes. Das Ergebnis sind Handlungsansätze für die Personalpolitik einer Kirche, die sich ihrer Tradition bewusst ist, an ihren reformatorischen Kernaussagen orientiert bleibt und sich so den aktuellen Herausforderungen stellt. Das wissenschaftliche Symposium fand von 2015 bis 2017 statt im Rahmen des synodalen Arbeitsprozesses „Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft unserer Kirche“ der Evangelischen Kirche von Westfalen. Stimmen zum Buch Das Buch ist eine Fundgrube für alle, die an Fragen und Problemen unserer evangelischen Kirche in Zeiten zunehmender Säkularisierung und wachsender Migrationsgesellschaft interessiert sind. Die Dokumentation verdankt ihre hohe Qualität und Aktualität den fundierten Beiträgen renommierter Wissenschaftler. Mit der Vielfalt der behandelten Themen und deren systematischer Aufbereitung ist die Dokumentation ein einzigartiges Zeugnis kirchlicher Standortbestimmung. Sie eignet sich hervorragend zum Studium sowie zur Diskussion in kirchlichen Gremien, in Klausurtagungen von Presbyterien und Kreissynodalvorständen, zur Verwendung in Bildungsveranstaltungen sowie zur persönlichen Anregung. Dr. Michael Bertrams, nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen "Das Buch gibt in vielfältigen Beiträgen einen differenzierten Einblick in die gegenwärtige pastoraltheologische Diskussion. Dabei ist besonders positiv hervorzuheben, dass hieran sich auch Vertreter von Fachhochschulen äußern und dabei interessante neue Perspektiven beisteuern." Synodaler während der Plenumsdiskussion auf der Landessynode 2018 der EKvW Diese Thesen- und Textsammlung fördert die Fortsetzung des Dialogs von Wissenschaft und Kirche für gelebte Dienstgemeinschaft. Sie bietet aus meiner Sicht für Diakoninnen und Gemeindepädagogen und alle anderen Berufsgruppen spannende Anknüpfungspunkte und Argumente für unseren Dialogbeitrag zur konzeptionellen Gestaltung der Praxis unserer kirchlichen Arbeit. Frank Fischer, Diakon und Gemeindepädagoge
Kurschus / Bülow: Die Entdeckung des Individuums
Annette Kurschus, Vicco von Bülow (Hg.) Die Entdeckung des Individuums Wie die Reformation die Moderne geprägt hat 176 Seiten | 15,2 x 22,2 cmPaperback mit Abb. ISBN 978-3-7858-0729-3LeseprobeWas hat die Reformation zur Entstehung des modernen Individuums beigetragen? Wie viel davon war gewollt, was geschah eher unbeabsichtigt? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die hier versammelten Aufsätze und eröffnen so unterschiedliche Perspektiven auf ein nicht nur theologisch wichtiges Thema.Der Band geht zurück auf ein Symposium der Evangelischen Kirche von Westfalen im Jahr des Reformationsjubiläums 2017.
Krötke: Barmen - Barth - Bonhoeffer - eBook
Wolf Krötke Barmen - Barth - Bonhoeffer Beiträge zu einer zeitgemäßen christozentrischen Theologie Unio & Confessio, Band 26 eBook 512 Seiten ISBN 978-3-7858-0871-9 Inhalt und Vorwort Der Berliner Systematiker Wolf Krötke zeigt – auf der Basis seiner exzellenten Werkkenntnis – in ausgewählten Studien und Vorträgen die große Bedeutung und lebendige Entfaltung der „Barmer Theologischen Erklärung“ im theologischen Denken Karl Barths und Dietrich Bonhoeffers. Die verschiedenen Wege, die sie dabei gehen, sind in Krötkes Interpretation Ermutigungen zu einer zeitgemäßen christozentrischen Theologie. Sie vermag sich – entgegen aller anderslautender Klischees – klar und dynamisch auf die Herausforderungen von Kirche und Theologie in der religiösen und gesellschaftlichen Situation der Gegenwart einzulassen: eine Einladung an die Leserinnen und Leser, das Potenzial von „Barmen“ für sich heute neu zu entdecken.
Kampmann (Hg.): Preußische Union - Ursprünge, Wirkung und Ausgang -eBook
Jürgen Kampmann (Hg.)Preußische Union: Ursprünge, Wirkung und Ausgang Einblicke in vier Jahrhunderte envangelischer Kirchen- und Konfessionsgeschichte Unio & Confessio Band 27eBook 256 Seiten ISBN 978-3-7858-0872-6 Inhalt und Vorwort Von Preußen sind für die Entwicklung des deutschen Protestantismus über mehrere Jahrhunderte prägende Akzentsetzungen ausgegangen. Besonders die „preußische Union“, der hier unternommene Versuch, die Trennung von Kirchengemeinden lutherischer und reformierter Konfession zu überwinden, hat erst als Idee und dann – nach dem Unionsaufruf des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. 1817 – auch konkret das Leben und Wesen der bis 1945 größten deutschen evangelischen Landeskirche und ihrer Kirchengemeinden bestimmt. In der Geschichte der „Evangelischen Kirche der Union“ hat die preußische Union seitdem ungeachtet veränderter kirchlicher Strukturen der Sache nach eine unmittelbare Fortführung bis 2003 erlebt; die Wirkung erstreckt sich darüber hinaus bis zur Gegenwart. Die hier zusammengestellten insgesamt elf Beiträge aus der Feder von zehn Autoren erschließen ein großes ereignisgeschichtliches, aber auch theologiegeschichtliches Spektrum von Themen aus der Zeit des 17. bis in das beginnende 21. Jahrhundert. Sie präzisieren, korrigieren und erweitern das bisher von der preußischen Union gezeichnete Bild und stellen eine Frucht der langjährigen Forschung im Rahmen des „Arbeitskreises der EKU-Stiftung für kirchengeschichtliche Forschung“ in Berlin dar.
Hüffmeier / Kampmann (Hgg.): Wilhelm II
Wilhelm Hüffmeier, Jürgen Kampmann (Hgg.) Wilhelm II. Kaiser, König, Kirchenmann Ein Herrscher, der niemals reif wurde? Unio & Confessio, Band 28320 Seiten | 15,5 x 22,5 cm Paperback ISBN: 978-3-7858-0660-9Inhaltsverzeichniszum eBook gelangen Sie hierDas Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren rückt auch das umstrittene Bild des letzten preußischen Königs und deutschen Kaisers in den Blick. Der vorliegende Band ergänzt und präzisiert die Fokussierung auf den Staatsmann und Politiker mit 8 Beiträgen zu Wilhelm II. als Kirchenmann im Umfeld der evangelischen Kirchen Preußens, zumal der preußischen Unionskirche, deren weltliches Oberhaupt („summus episcopus“) er war. Aber mit seiner Orientreise von 1898 und dem damit verfolgten Konzept wies der Kaiser auch weit über Preußen hinaus. Die Autoren knüpfen an die umfangreiche Biographie John C. G. Röhls an, die einen niemals zur Reife kommenden Herrscher zeichnet. Zugleich werden biographische Lücken über Wilhelm II. geschlossen (etwa zu seiner Bedeutung in den Regionen) sowie Fehlurteile korrigiert über seinen Einfluss in der Kirchenbaudiskussion der Epoche oder die Rolle, die Adolf von Harnack als sein Ratgeber spielte. Insgesamt ist der Band eine Brücke zwischen Kirchen- und Säkulargeschichtsschreibung im Blick auf eine Person, die zugleich abstößt und anzieht, kaum aber gleichgültig lässt.
Theißen: Kirche des Kalten Krieges
Henning Theißen Kirche in den Gegensätzen des Kalten Krieges Arbeiten zur unierten Theologie Unio & Confessio 29 400 Seiten | 15,5 x 22,5 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0745-3 zum eBook geht es hier Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Kirchen in Deutschland sich unter den Bedingungen des beginnenden Kalten Krieges neu orientieren. Programmatik und Pragmatismus griffen dabei ineinander. Auf dem Gebiet der früheren preußischen Landeskirche entstand die Evangelische Kirche der Union (EKU). Die EKU verband als unierte Kirche lutherische und reformierte Bekenntnisse und Konfessionskulturen und erstreckte sich räumlich über den Eisernen Vorhang hinweg. Ihren Zusammenhalt in dieser Vielzahl von Gegensätzen bewahrte sie nicht zuletzt aufgrund einer theologischen Haltung, die sie an Krisen wachsen ließ. Das Buch demonstriert diese unierte Theologie auf der Grundlage ausgedehnter Archivstudien an den Akten der EKU, die hier zum Teil erstmals behandelt werden. Der Autor ist Heisenbergstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Träger des Hanns-Lilje-Preises der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Breitschwerdt u.a. (Hgg.): Kirche(n) und ihre Ordnungen
Jörg Breitschwerdt, Julia Reiff, Christoph Wenzel (Hgg.) Kirche(n) und ihre Ordnungen Einblicke in eine spannungsreiche Geschichte Unio & Confessio Band 30 272 Seiten | 15,5 x 22,5 cm Paperback ISBN: 978-3-7858-0772-9 »Kirche(n) und ihre Ordnungen. Einblicke in eine spannungsreiche Geschichte«: Bei einem Tübinger Symposium am 13. / 14. April 2018 wurden diverse für die Verfassung, für die gelebte Ordnung sowie für das konfessionelle Selbstverständnis in deutschen evangelischen Landeskirchen, in lutherischen Freikirchen und der römisch-katholischen Kirche gewichtige Aspekte aus der Epoche der neuesten Kirchengeschichte beleuchtet. Wie kamen prägende theologische Überzeugungen der führend an den Diskursen Beteiligten zur Umsetzung im kirchlichen Alltag – u.a. bei Heinrich Heppe, August Vilmar, Karl Barth und Otto Dibelius? Welche Rolle kommt nationalen Bischofskonferenzen in der katholischen Kirche zu? Zu welchen Einsichten hat die philosophische Reflexion des jungen Schelling geführt? Und welchen Einfluss vermochte das an aller kirchlichen Ordnung vorbei realisierte seelsorgliche Engagement eines Gemeindepfarrers aus dem Ruhrgebiet auf die Nürnberger Hauptkriegsverbrecher 1946 zu gewinnen? Die aus so unterschiedlichen Kontexten heraus zusammengebrachten Aspekte vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Bandbreite dessen, was sich an Forschungsfragen eröffnet, wenn in der neueren Kirchengeschichte Aspekten der kirchlichen Ordnung und deren Umsetzung nachgegangen wird.
Jacobi: In den Riss hineinstellen. Wilhelm Philipps der Jüngere
Thorsten Jacobi „In den Riss hineinstellen“ – Wilhelm Philipps der Jüngere (1891–1982) Dokumente aus seinem Leben für Kirche und Diakonie von der Kaiserzeit bis in die Zeit des geteilten DeutschlandUnio & Confessio 31 608 Seiten | 15,5 x 22,5 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0794-1 zum eBook gelangen Sie hierWilhelm Philipps bekleidete zwischen 1926 und 1966 verschiedene Leitungsämter in Diakonie und Kirche. Diese biographische Dokumentation seines Nachlasses gewährt einen ebenso tiefen wie authentischen Einblick in das, was für sein Handeln leitend gewesen ist. Insbesondere die Zeit als Vorsteher des Ev. Johannesstiftes in Berlin-Spandau, seine Tätigkeit als ranghöchster Theologe der westfälischen Provinzialkirche sowie die Jahre als Direktor der Inneren Mission im geteilten Berlin werden in persönlichen Erinnerungen, Ansprachen und Predigten, Vorträgen und Aufsätzen, Zeitungsartikeln und Briefen lebendig.
Kampmann: Theologie der Grundordnungen
Jürgen Kampmann (Hg.) Theologie der Grundordnungen Präambeln und einleitende Bestimmungen in den Kirchenverfassungen der preußischen evangelischen Landeskirche sowie der aus ihr hervorgegangenen Landeskirchen und Kirchenbünde Unio & Confessio Band 32 2 Bde. im Schuber 22,5 x 24,0 cm Paperback ISBN: 978-3-7858-901-3 zum eBook kommen Sie hierDie deutschen evangelischen Landeskirchen, die aus der früheren Evangelischen Kirche der altpreußischen Union hervorgegangen sind, haben ihren Kirchenordnungen bzw. -verfassungen jeweils Präambeln, Grundartikel und Ähnliches vorangestellt, in denen Grundlegendes über das jeweilige Selbstverständnis der Kirchen ausgesagt wird. Ihre historische Wurzel haben diese Texte in den sogenannten „Bekenntnisparagraphen“, die 1855 der Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung vorangestellt wurden. Wie die „Theologie der Grundordnungen“ in den betreffenden Landeskirchen bis hin zum gegenwärtigen Stand ausgeformt worden ist, welche Debatten und Konflikte hinter den Formulierungen gestanden haben und stehen, wird detailliert dargestellt. Die dazu erstellten Synopsen helfen, die Genese der Texte im Einzelnen genau zu erfassen und die unterschiedlichen Akzentsetzungen in den Landeskirchen erkennen und vergleichen zu können.
StLu-Band 05 - Zilleßen: Luther Tischgesellschaft mit Brot und Wein
Dietrich ZilleßenLuther Tischgesellschaft. Bei Brot und Wein Studienreihe Luther 5 160 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0653-1 Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier Tischgesellschaft hat heute einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt gilt sie als Musterbeispiel gemeinschaftlichen Lebens. Alle an einen Tisch? Das Thema Abendmahl wird an durchaus ambivalente eigene Erfahrungen mit Tischgemeinschaft angeschlossen. Was hängt alles mit dem Thema Abendmahl zusammen? Das kulturelle Gedächtnis ist voll mit Bildern, mit religiösen und profanen Erinnerungen, komplex und bunt. Der Rückblick zu den Anfängen protestantischer Glaubensgeschichte bringt Leser und Leserinnen zur Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem eigenen Glauben und den eigenen Zweifeln. Im Abendmahlsstreit, bei dem es zu Luthers Zeit (nicht nur) theologisch um alles oder nichts ging, zeigen sich Fragen, die wir nicht vergessen dürfen. Dietrich Zilleßenist emeritierter Professor für Religionspädagogik mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie am Institut für Evangelische Theologie der Philosophischen Fakultät der Universität Köln. Er war lange Jahre Mitherausgeber der Zeitschrift für Pädagogik und Theologie (ZPT), jetzt korrespondierender Herausgeber.
StLu-Band 04 - Beuscher: Luther - Reformation, Kommunikation, Medien
Bernd Beuscher Luther - Reformation, Kommunikation, Medien Studienreihe Luther 4 104 Seiten | 15,2 x 22,2 cm PaperbackISBN 978-3-7858-0652-4 Leseprobe Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier Wir leben in religiös aufgewühlten Zeiten. Wer keine Ahnung von Religion hat, glaubt am Ende alles. Im Blick auf Religionskompetenz sollte darum der gleiche stolze Mindestanspruch gelten wie im Blick auf unsere Medienkonsumkompetenz: „Ich bin doch nicht blöd!“Hinsichtlich der multikulturellen und multimedialen Bedingungen der Gegenwart ist Martin Luther längst nicht mehr nur für die Christenheit „ein äußerst wichtiger Patient“ (Sören Kierkegaard). An ihm wird exemplarisch und plastisch konkret, was es bedeutet, theologisch aufgeklärt zu sein. So zeigt der vorliegende Band, wie der Reformator die Medien seiner Zeit zu nutzen wusste und wie er mit Sprache umging – immer im Brückenschlag zur aktuellen Zeit. #Luther! Nie war er so wertvoll wie heute. Bernd Beuscherlehrt als Professor für Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Theorie und Praxis kirchlicher Bildungsprozesse an der Evangelischen Fachhochschule Bochum im Studiengang Gemeindepädagogik und Diakonie. Er ist Inhaber einer Praxis für Berufsorientierung, Persönlichkeitstraining und Lebensberatung in Duisburg. Darüber hinaus ist er außerplanmäßiger Professor am Institut für Theologie der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Der Autor lebt in Duisburg, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
StLu-Band 23 - Weinhardt: Luther und Erasmus
Birgitta Annette WeinhardtLuther und Erasmus Die Rechtfertigung des Sünders zwischen Gottes Gnadenwillen und menschlichem Willensvermögen Studienreihe Luther 23 136 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0909-9 Leseprobe Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier Dieser Band behandelt den berühmten Streit zwischen Luther und Erasmus über die Frage, ob der Mensch bezüglich seines Heils einen eigenen Beitrag leisten kann oder nicht. Ausgehend von Luthers Lebensrückblick wird der Zusammenhang von Luthers reformatorischer Entdeckung und seiner Bestreitung der Freiheit des menschlichen Willens bezüglich des Heils entfaltet. Nach einer kurzen theologiegeschichtlichen Einordnung werden die Hauptschriften zu diesem Thema dargestellt und analysiert. Anschließend wird die Zurückdrängung von Luthers Position in den evangelischen Kirchen skizziert. Das letzte Kapitel geht über die historische Darstellung hinaus. Hier wird darüber reflektiert, wie Luthers Standpunkt aus systematisch-theologischen Gründen heute wieder stärker gewürdigt werden könnte – allerdings verknüpft mit einem anderen Gottesbild als dem, das in seiner Streitschrift gegen Erasmus im Hintergrund stand.
StLu-Band 22 - Schäfer: Diakonie in der Reformationszeit
Gerhardt Schäfer "Es sind unsere Armen" Diakonie in der Reformationszeit Studienreihe Luther 22 320 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0788-0 Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier Massenhafte Armut prägte die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert und die Reformationszeit. Bettler waren allgegenwärtig. Herkömmliche Deutungen der Armut und Formen der Armenfürsorge wandelten sich in epochaler Weise. Der Streit um die Erneuerung der Kirche und die Wahrheit des Evangeliums war verbunden mit einem intensiven Ringen um angemessene Antworten auf die sozialen Herausforderungen der Zeit. Martin Luthers theologischer Ansatz hat eine dezidiert diakonische Pointe: „Darum sollen wir so, wie Gott uns durch Christus umsonst geholfen hat, […] nichts anderes tun, als dem Nächsten helfen.“ Was freilich bedeutet es, dem Nächsten zu helfen? Die Fragen, die damit aufbrachen, waren ebenso elementar wie komplex: Wie hängen der Glaube an Gott und das diakonische Handeln, die Hoffnung auf ewiges Heil und die Hilfe für den Nächsten zusammen? Wer ist der Nächste, dem zu helfen ist? Was macht wirksame Hilfe aus und welche Ressourcen und Strukturen sind dafür notwendig? Wer ist für die Sozialfürsorge verantwortlich, und wer ist das Subjekt diakonischen Handelns? In den Fokus rückte, wie sich private, genossenschaftliche, kirchliche und staatliche Hilfe zueinander verhalten. Verwoben waren alle diese Problemstellungen damit, wie biblische Überlieferungen und Motive zur Geltung gebracht und auf kontextuelle Herausforderungen bezogen werden konnten. Diakonie in der Reformationszeit – damit wird der Bogen geschlagen von Luthers Impulsen und lutherischen Ansätzen der Armenfürsorge über reformierte Konzeptionen und diakonische Spuren beim radikalen Flügel der Reformation bis hin zu katholischen Reformbestrebungen. Bei der Auseinandersetzung mit sozialen Problemstellungen und diakonischen Praxen im Zeitalter der Reformation kommen Muster in den Blick, die auf aktuelle Debatten um die Gestaltung des Sozialen einwirken. Zugleich begegnen Vorstellungen, die uns fremd geworden sind. Es sind aber auch und gerade fremd gewordene Anschauungen, die helfen können, Konturen heutiger Diskussionen schärfer wahrzunehmen.
StLu-Band 21 - Kellermann: Gerhard Tersteegen - als Sachwalter der Reformation
Ulrich Kellermann Gerhard Tersteegen - als Sachwalter der Reformation Studienreihe Luther 21 208 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0779-8 Inhaltsverzeichnis und Leseprobe Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier Die Studie setzt ein mit einer kurzen Biographie des reformierten pietistischen Mystikers. Sie weist auffallende Ähnlichkeiten in der geistlichen Entwicklung Gerhard Tersteegens und des jungen Martin Luther auf, die in beider tief gründender Religiosität und Verwurzelung in der mittelalterlichen Mystik beruhen. Auffallend bleibt Tersteegens Nähe zum Luthertum in den Zitaten Luthers und seiner Lieder sowie seine Nähe zu mystisch und pietistisch orientierten Lutheranern, wenngleich seine Theologie bewusst auf der Grundlage des Heidelberger Katechismus als Urkunde der Reformation steht. Sein Werk „Auserlesene Lebensbeschreibungen heiliger Seelen“ macht ihn zu Unrecht katholisierender Tendenzen und des Verrats an der Reformation verdächtig. Das Kapitel über Tersteegens Leben mit und aus der Bibel zeigt, wie stark dieser in der Auffassung der Schrift auf dem Boden der Reformation steht, wenngleich er die Bibel vor allem als ein den Leser stets aktuell ansprechendes Medium des Heiligen Geistes versteht. Die Bedeutung der Gewissensfreiheit in Gebundenheit an die Heilige Schrift im Geist der Reformation wird am Beispiel seiner Abstinenz vom Abendmahl (ohne vorherige Beichte) gezeigt. Seine Rechtfertigungslehre erstellt Tersteegen unter Vermeidung der Berufung auf die Reformation neu aus seinem Umgang mit der Bibel und aus der Dynamik seiner eigenen mystischen Glaubenserfahrung heraus, wobei für ihn die Rechtfertigung und die Heiligung als deren Effektivität untrennbar zusammenhängen. Es bleibt erstaunlich, wie der Laientheologe Tersteegen die inneren Bewegungen des reformatorischen Rechtfertigungsglaubens ohne nennenswertes Studium der Reformatoren neu erfasst und nachgezeichnet hat. Am Schluss steht die offene Frage: War Tersteegen Sachwalter der Reformation oder hat er die Reformation zum Sachwalter seiner Theologie gemacht?
StLu-Band 20 - Gause: Sündige Sexualität
Benedikt Bauer | Ute Gause (Hg.) Sündige Sexualität und reformatorische Regulierungen Studienreihe Luther 20 144 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0756-9 Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier „Die Begierde kommt ohne besonderen Anlass, wie Flöhe und Läuse.“ (M. Luther) Der vorliegende Band gibt Einblicke in lutherische Aushandlungsprozesse von Sex, Gender und (Ehe-)Normen. Anhand von Auszügen aus Justus Menius „Oeconomia Christiana“, Philipp Melanchthons „Widder des unreinen Bapsts Celibat und verbot der Priesterehe“ und Martin Luthers Genesisvorlesung werden die Facetten reformatorischer Positionen zum Themenkomplex veranschaulicht. Es geht um Fragen wie: Warum ist die Ehe das präferierte Lebensideal reformatorischer Überlegungen? Welche Aufgaben, Rechte und Pflichten haben die christliche Hausmutter und der christliche Hausvater? Wie werden Geschlecht(lichkeit) und Sexualität im Anschluss an reformatorische Einsichten und mit Hilfe von biblischen Geschichten konstruiert? • Ein altes Tabu der Kirchen: Erstaunlich offen spricht Luther über Ehe und Sexualität. • Sehr aktuelles Thema in der gegenwärtigen Diskussion um das Zölibat.
StLu-Band 19 - Zschoch: Luther zu Wesen, Leben und Ordnung der Kirche
Hellmut Zschoch Luther zu Wesen, Leben und Ordnung der Kirche Studienreihe Luther 19 208 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0719-4 Inhaltsverzeichnis und Vorwort Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier Beim Thema Kirche gehören Nachdenken und Gestalten zusammen. Eine Theologie der Kirche ohne Perspektiven für das religiöse Leben und die äußere Gestalt der Christenheit wäre ein bloßes Gedankenspiel. Und ein kirchliches Handeln, das sich nicht theologisch auf Wesen und Auftrag der Kirche besinnt, könnte den Kern der Sache verfehlen. Diesen Zusammenhang möchte der vorliegende Band an Texten von Martin Luther erschließen. Auf eine Einleitung, die das Thema Kirche in Luthers Biographie und in der Reformationsgeschichte verortet, folgen ausgewählte Texte aus den ungefähr dreißig Jahren von Luthers öffentlichem Wirken, das zugleich ein Wirken im Blick auf die Kirche war. Abschließend bietet das Buch eine Anregung, Luthers Verständnis von Kirche und die gegenwärtigen Herausforderungen für die evangelische und die ökumenische Christenheit miteinander ins Gespräch zu bringen.
StLu-Band 18 - Wallmann: Luthers Judenschriften
Johannes Wallmann Martin Luthers Judenschriften Studienreihe Luther Band 18 2. durchgesehene und erweiterte Auflage 216 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0718-7 Das Buch ist nur noch als eBook verfügbar Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier Dieser Band enthält eine Interpretation von Martin Luthers sog. Judenschriften, dazu erstmals eine Rezeptions- und Wirkungsgeschichte von Luthers Judenschriften vom 16. Jahrhundert über die Frühe Neuzeit bis zum Dritten Reich. Professor Dr. Johannes Wallmann führt hier weiter, was er zum 500. Geburtstag Luthers 1983 im Haus des American Jewish Committee in New York bei einer Tagung Martin Luthers Quincentenary: New Beginnings for Lutherans and Jews zur Rezeption der Judenschriften Luthers vorgetragen hat. Der Band zeigt, dass der Altprotestantismus vor dem Dreißigjährigen Krieg von Luthers antijüdischen Spätschriften, vor allem Von den Juden und ihren Lügen, geprägt war, dass sich aber der Neuprotestantismus nach dem Krieg bewusst davon abwandte. Von Pietismus und Aufklärung bis ins späte 19. Jahrhundert hat man sich an Luthers frühe judenfreundliche Schrift Daß Jesus Christus ein geborner Jude sei gehalten, jene späte Schrift kritisiert und in Vergessenheit fallen lassen. Erst in der Bewegung des Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts wurde Von den Juden und ihren Lügen wiederentdeckt. Der nationalistische Lutherkult des Kaiserreichs (Luther, der größte Deutsche) hat die Kritik an dieser Schrift verstummen lassen. Antisemiten und die völkische Bewegung, später die Nationalsozialisten haben sich für ihren Kampf gegen das Judentum auf Luther berufen. Das wird anhand einer Vielzahl teilweise unbekannter Quellen nachgewiesen. Der Band verifiziert die von Wallmann zum Reformationsfest 2013 aufgestellte These: Die Evangelische Kirche verleugnet ihre Geschichte.
StLu-Band 17 - Jähnichen / Maaser: Ethik Luthers
Traugott Jähnichen, Wolfgang Maaser Die Ethik Martin Luthers Studienreihe Luther 17 224 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0717-0 Einen Prospekt als Übersicht für die ganze Studienreihe finden Sie hier Zum eBook gelangen Sie hier Der evangelische Glaube soll sich im Alltag der Welt bewähren. Luther hat in Abgrenzung zu jedem monastischen Ideal – so das klassische Urteil Wilhelm Diltheys – ein „menschlich volles Ideal“ proklamiert, „welches die ganze menschliche Lebendigkeit in das religiöse Verhältnis aufnimmt und in ihm zur christlichen Vollkommenheit erhebt“. Obwohl Luthers Wirkung sowohl auf die individuelle Lebensführung als auch auf die gesellschaftlichen Ordnungen unbestritten ist, kommt ihm für die protestantische Ethik eine eher geringe Bedeutung zu. Seit der Reformationszeit warf man ihm immer wieder vor, dass seine Theologie letztlich die Ethik überflüssig mache. Luther habe das Gewicht so sehr auf den Glauben gelegt, dass alle Werke und Leistungen des Menschen ohne Bedeutung zu sein scheinen. Demgegenüber zeigt dieser Band, dass sich die Grundstrukturen, die Umrisse und die Arbeitsweise seiner Ethik deutlich konturieren und exemplarisch auf heutige ethische Diskurse anwenden lassen. Luther war Schrifttheologe in dezidiertem Sinn. Daher begleitet die angemessene Rezeption und theologische Verarbeitung biblischer Normen sowie die Auseinandersetzung mit ihrer missbräuchlichen Verwendung die theologische Entfaltung seiner normativen Begründungen. Ethik ist insofern stets Teil einer Hermeneutik der biblischen Orientierungen. Sie lässt sich nicht in ein Schema von Prinzipien fassen. Luthers Ethik ist vielmehr als eine „inventionale Ethik“ zu verstehen, die aus ihrem religiösen Selbstverständnis heraus schöpferisch mit vorgegebenen Normen umgeht wie auch neue Normen entwickelt.