BWFKG-Band 48 - Stückemann: Das NRW-Sozialwerk Stukenbrock 1948 –1970 - eBook
28,90 €
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 2-5 Tage
Frank Stückemann
Das NRW-Sozialwerk Stukenbrock 1948 –1970
Kirchliche und freie Wohlfahrtspflege an Kriegs- und DDR-Flüchtlingen, Ostvertriebenen und Spätaussiedlern
Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Band 48
312 Seiten
ISBN
978-3-7858-0966-2
zum gedruckten Buch gelangen Sie hier
Die Evangelische Kirche von Westfalen setzte eigene Impulse für das Konzept der NRW-Landesgedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne.
So
erteilte sie 2018 einen Forschungsauftrag über die kaum aufgearbeitete
Nachnutzung der Anlage als Unterkunft bzw. Durchgangslager für Kriegs-
und DDR-Flüchtlinge, Ostvertriebene und Spätaussiedler in der
Nachkriegszeit.
Vor allem ältere und schwächere Menschen,
alleinerziehende Mütter und unbegleitete Jugendliche wurden unter der
Regie des NRW-Sozialministeriums vom Evangelischen Hilfswerk (ab 1951:
Johanneswerk), dem katholischen Caritas-Verband des Erzbistums
Paderborn, der Arbeiterwohlfahrt sowie in den ersten Jahren vom
Deutschen Roten Kreuz und vom Westfälischen Blindenverein betreut. Die
in der gesamten BRD einzigartige Zusammenarbeit stärkte langfristig das
ökumenische Miteinander, wobei die nach protestantischer Pädagogik (J.
A. Comenius) konzipierte katholische Sprachförderschule sogar noch vier
Jahre nach Schließung des Sozialwerks weiterbetrieben wurde.
Neu
erschlossenes Archiv- und Zeitschriftenmaterial einschließlich der
Belegzahlen geben vor allem für die ersten Jahre Aufschluss über diese
extrem mühevolle, letztlich aber erfolgreiche Integrationsleistung.
Frank Stückemann
langjähriger
Gemeindepfarrer, promovierte 2009 und bearbeitete ab 2018 o.g.
Forschungsauftrag, dessen Ergebnisse in vorliegende Monographie
eingingen. Bislang publizierte er vor allem zu Aufklärung und Vormärz in
Westfalen. Die Predigten des aufgeklärten Landpfarrers Johann Moritz
Schwager (1738 –1804) gab er als Band 41 dieser Reihe heraus, dessen
Werke und Briefe edierte er im Auftrag der LWL-Literaturkommission.